Friday Night

D. trifft sich wie jeden ersten Freitag im Monat mit seinen Freunden zum gemeinsamen Filmabend. Treffpunkt ist eine zum Heimkino umfunktionierte Garage. Die Wahl ist heute auf den Katastrophenfilm „Armageddon" gefallen. Er enthält im Vorspann den Hinweis, das Abspielen des Films sei auf Bohrinseln verboten. Im Publikum und beim Operateur kommt Verunsicherung auf: Wenn das Abspielen auf einer Ölplattform verboten ist, wie steht es dann mit einer DVD-Filmnacht in einer Garage auf dem Festland?

Ich berate Sie umfassend über die rechtmässige Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke.

Ich schau mir keinen Film mehr an, draußen passiert doch alles viel wirklichkeitsfremder…
Elmar Kupke, deutscher Aphoristiker und Stadtphilosoph Quelle: »Der Stadtphilosoph 2«

Auch das Urheberrecht besteht nicht uneingeschränkt. In Art. 19 des URG (Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte) sind Einschränkungen des Urheberrechts zugunsten des Eigengebrauchs, insbesondere des sog. Privatgebrauchs urheberrechtlich geschützter Werke, geregelt. Dieser Bestimmung folgend ist für die Verwendung eines geschützten Werks lediglich im privaten Kreis weder eine Bewilligung notwendig noch eine Entschädigung geschuldet. Unter „privatem Kreis“ ist die Werkverwendung für sich selber und die Nutzung innerhalb eines begrenzten Kreises nahestehender Personen wie Verwandte oder Freunde, zu verstehen. Mit anderen Worten fehlt die vom Gesetz vorausgesetzte enge Verbundenheit z.B. bei losen Bekanntschaften virtueller Art oder zwischen den Mitgliedern eines Vereins.
Verwandte Schutzrechte werden auch als Nachbarrrechte bezeichnet, weil sie eine enge Beziehung oder Ähnlichkeit zu den Urheberrechten aufweisen. Sie sind der schöpferischen Leistung des Urhebers ähnlich oder werden in Zusammenhang mit den Werken der Urheber erbracht. Unter den Sonderschutz von Art. 33 URG fallen Interpretinnen und Interpreten, Herstellerinnen und Hersteller von Ton- und Tonbildträger sowie Sendeunternehmen.
Ein Ghostwriter schreibt im Namen und Auftrag einer anderen Person. Was in den Schreibstuben dieser Welt an der Tagesordnung ist. Der Ghostwriter ist vom Autor mit Pseudonym aber auch vom Plagiator abzugrenzen. Aber Achtung: Wer z.B. seinen wissenschaftlichen Text von einem Geistschreiber verfassen lässt, trotzdem aber eine Selbständigkeitserklärung unterschreibt, macht sich strafbar.