Geschichten

“Geschichten, die das Leben schreibt” – eine bekannte Redewendung. Tatsächlich begegnen sie uns auf Schritt und Tritt, diese kleineren und grösseren Geschichten. Sie enthalten zuweilen Rätsel, auch rechtliche. Es sind nicht immer nur herausragende Ereignisse, die uns das Leben schwer machen. Auch die kleinen enthalten rechtliche Fragestellungen für uns bereit. Einige erledigen sich von selber, andere stören gewaltig und müssen gelöst werden. Wir helfen Ihnen gerne dabei.

Wenn du intelligente Kinder willst, lies ihnen Märchen vor. Wenn du noch intelligentere Kinder willst, lies ihnen noch mehr Märchen vor.
Albert Einstein

Emily Kempin-Spyri (18. März 1853 bis 12. April 1901) war die erste Frau, die in der Schweiz als Juristin promoviert wurde und sogar doktorierte. Als Frau durfte sie jedoch nicht als Anwältin praktizieren. Im Herbst 1888 wanderte Emily Kempin mit ihrer Familie nach New York aus, wo sie das erste Women Law College gründete. Da ihr Mann, Walter Kempin, sich in den USA nicht akklimatisieren konnte, kehrte die Familie in die Schweiz zurück. Zeitlebens kämpfte Emily Kempin um ihre Zulassung als Anwältin – ohne Erfolg. Sie zerbrach am zähen Widerstand der Behörden und an privaten Problemen. Sie starb 1901 verarmt in der Irrenanstalt Friedmatt in Basel. Ihre bewegende Geschichte erzählt Autorin Eveline Hasler in ihrem Roman „Die Wachsflügelfrau“ (1991). Auch die Künstlerin Pipilotti Rist liess sich von Emily Kempins Schicksal berühren: Sie widmete ihr ein Denkmal, eine überdimensionierte Chaiselongue. Es steht seit 2008 im Lichthof der Universität Zürich und erinnert an die erste Schweizer Juristin.
Statistik des Schweizerischen Anwaltsverbandes (SAV): Am 01.01.2014 verzeichnete der SAV 2‘391 weibliche und 6‘928 männliche Mitglieder, total 9‘319 Aktivmitglieder. Die Frauen holen langsam, aber stetig auf. Ihr Zuwachs beträgt seit 2004 durchschnittlich 2.08 % pro Jahr. Der Frauenanteil liegt im Kanton Bern immer noch knapp unter dem gesamtschweizerischen Schnitt von 25.66 %.
Bachelorabschluss: 54.4 % Frauenanteil
Masterabschluss: 57.1 % Frauenanteil
Staatsexamen (RA): 42.4 % Frauenanteil
Doktorat: 24.1 % Frauenanteil
Habilitationen: 0 % Frauenanteil
(Quelle: Informationen zum Studium an der Universität Bern, Akademisches Jahr 2014/2015)